Ich glaube an den Frieden   


  

aus: Hugo E. Lassalle, Mein Weg zum Zen. Köselverlag 1988. S. 78Ff - gekürzt


  

Ich glaube an den Frieden. Ich glaube, dass Frieden trotz Hiroshima, trotz Aufrüstung möglich ist.   

Zunächst würde ich sagen, dass „Friede“ mehr ist als Nicht-Krieg. Wenn man heute nach Frieden ruft, dann ist wohl hauptsächlich gemeint, dass der Krieg endgültig aufhört. (… Wenn wir soweit wären, dass der Krieg endgültig aufhört, dann hätten wir schon etwas Großartiges geleistet. Die Frage ist nur, wie das überhaupt möglich ist, solange der Friede in einem anderen Sinne, nämlich als Friede des Herzens nicht da ist. Wenn alle Mensche)n wirklich den Frieden im Herzen hätten, dann würde sich vieles andere von selbst ergeben. (...)   


  

Der Versuch der Überwindung des Dualismus ist der wichtigste Weg zum Frieden. Jeder Mensch soll ein geistiges Leben führen und versuchen, ein besserer, vollkommenerer Mensch zu werden. Solche Wege gibt es im Buddhismus, im Christentum und auch in jeder anderen Religion. Was der Frieden des Herzens ist, das ist im Grunde gleich bei jedem Menschen. Im Christentum spricht man dann von der Nächstenliebe mit dem Extremfall der Feindesliebe; im Buddhismus drückt man das anders aus und nennt es Barmherzigkeit.   


  

In diesem Zusammenhang möchte ich auf Jean Gebser zurückkommen. Danach muss der Mensch verstehen, dass an allem Unglück in der Welt und an der Ungerechtigkeit und am Krieg er selbst in gewisser Weise „mit-schuld“ ist. (...) Die Erkenntnis der Schuld kann man nicht logisch beweisen: logisch kann man eher sagen: „Damit, mit dem Krieg, mit der Atombombe habe ich doch gar nichts zu tun“. Erst die Erkenntnis der Einheit des Ganzen und der Menschheit führt zum echten Frieden. Alles, was ich tue, hat etwas mit der Menschheit zu tun. Wenn jemand Schlechtes tut, dann ist es nicht nur seine Sache allein. Nein, die ganze Menschheit wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. (...)

Solange dieses Neue Bewusstsein nicht allgemein integriert ist, besteht immer die Gefahr, dass ein Krieg kommt. (…)  Ich habe den Eindruck, dass die Bemühung, den Krieg auf jeden Fall zu verhindern, beständig stärker wird. Die Einsicht ist gewachsen, dass ein Krieg keinem mehr wirklich nützt. (...) Es besteht aber immer noch die Gefahr, dass ein Irrtum geschieht, der dann den Krieg auslösen würde. Das ist bei menschlicher Unzulänglichkeit eine wirkliche Gefahr. Neben allen Friedensverhandlungen (…) ist das Allerwichtigste das ganzheitliche Wahrnehmen, das immer auch das Ganze mit bedenkt, und das auf diese Weise den extremen Dualismus, also die Wurzel der Feindschaft und des Krieges, überwindet.   


  

Man kann sich diese Fähigkeit freilich weder durch Willensanstrengung noch durch Imagination aneignen. Um sie sich anzueignen, muss man darauf bedacht sein, auf vorgefasste Meinungen, vorausträumende Wünsche und blind waltende Forderungen zu verzichten. Nur wo Egoismus überwunden ist, kann allmählich das Gleichgewicht aller in uns veranlagten Komponenten und Bewusstseinsstrukturen erreicht und der Mensch zur Durchsichtigkeit und zum ganzheitlichen Wahrnehmen, somit auch zur Friedfertigkeit, befähigt werden.   


  

Gerade an diesem Punkt kommt es auf Meditation an. (…) Vor allem die ungegenständliche Meditation wie im Zen, befähigt uns, den latenten Dualismus und die daraus resultierende Feindschaft mit der Folge des Krieges aufzufangen und das kosmische Ganze als Einheit zu erfahren. Von dieser Erfahrung der Einheit her wird allmählich die Feindschaft und der Krieg in uns selbst und in unserer Umwelt überwunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LITERATUR

 

 

Frieden

 

 

Dalai Lama

Seid Rebellen des Friedens

Der neue Appell an die Welt

 

 

 

 

Barbara von Meibom

Deutschlands Chance

Mit dem Schatten versöhnen

 

 

 

 

 

Friedenspreisträger  des deutschen Buchhandels

 

 

2018

Jan Assmann

Totale Religion

Ursprünge und formen puritanischer Verschärfung

 

 

 

2016

Carolin Emcke

Gegen den Hass

 

 

2015

Navid Kermani

Ansprache aus Anlass der Verleihung des Friedenspreises

 

 

 

 

Aktuelle Hinweise

 

Gerald Hüther

Würde

Was uns stark macht - als Einzelne und als Gesellschaft

 

Jaffa Zins

Scheindele

Gedichte

 

"Als Überlebende des Holocaust wurde ich Zeugin dessen, was der Mensch dem Menschen antun kann. Das spiegelt sich in meinen Gedichten wieder. Meine Gedichte helfen mir das andere Licht  im dunklen Tunnel der Schöpfung zu finden."

 

 

Gehmeditation & Pilgern

 

Thich Nhat Than

Einfach Gehen

Über das Gehen

Gehmeditaton

 

 

 

Erwin Döll

Markus Hillinger

Das Zen des glücklichen Wanderns

Schritt um Schritt zu sich selbst kommen

 

 

 

Franz Alt u.a.

Aufbruch zur Achtsamkeit

Wie Pilgern mein Leben verändert.

 

 

Gisbert Greshake

Gehen

Wege, Umwege, Kreuzwege

 

 

 

 

 

Klaus Bovers

Christine Paxmann

Kraftquelle Gehen

Gehen und Lebensglück

 

 

 

 

 

White Plume Sangha

Zen

 

 

Bernard Glassman

Zeugnis ablegen

Buddhismus als engagiertes Leben

  

Bernard Glassman

Anweisungen für den Koch

Lebensentwurf eines Zen-Meisters

 

Taizan Maezumi Roshi

Bernard Tetsugen Glassman Roshi

Erleuchtung, was ist das?

 

 

 

Bernard Glassman

Das Herz der Vollendung

Unterweisungen eines westlichen Zen-Meisters

 

 

Bernard Glassman

Konstantin Wecker

Die revolutionäre Kraft des Mitgefühls

Liedermacher meets Zen

 

 


Kathleen Battke (Hg.)

Ascheperlen

Pearls of Ash & Awe

20  Years of Bearing Witness in uschwitz withh Bernie Glassman & Peacemakers Friedenspraxis in Auschwitz

 

 

 

 

 

Sanbo Kyodan

Kamakura

 

 Koun Yamada

 

 Koun Yamada

 Das Tor des Zen

 Grundlagen und Praxis

 

 

 

 

 

Hugo Enomiya Makibi Lassalle, SJ

 

H. M. Enomiya-Lassalle, SJ

Mein Weg zum Zen

 

H. M. Enomiya-Lassalle, SJ

ZEN Unterweisung

 

H. M. Enomiya-Lassalle, SJ

Leben im neuen Bewusstsein

Ausgewählte Texte zu Fragen der Zeit

 

H. M. Enomiya-Lassalle, SJ

Am Morgen einer besseren Welt

Der Mensch im Durchbruch zu einem neuen Bewusstsein

 

H.M. Enomiya-Lassalle, SJ

ZEN - Weg zur Erleuchtung

Einführung und Anleitung

 

 

 

 

 

 

Glassman-Lassalle Linie

 

 

Niklaus Brantschen, SJ

Pia Gyger

Mit Bernhard Stappel, Hildegard Schmidtfull, Marcel Steiner

Via Integralis

Wo Zen und christliche Mystik sich begegnen

Ein Übungsweg

 

Niklaus Brantschen, SJ

Auf dem Weg des Zen

Als Christ Buddhist

 

Pia Gyger

Mensch verbinde Erde und Himmel

Christliche Elemente einer kosmischen Spiritualität

 

 

Pia Gyger

Maria - Tochter der Erde und Königin des Alls

Vision einer neuen Schöpfung

 

 

Pia Gyger

Hört die Stimme des Herzens

Werdet Priester und Priesterinnen der kosmischen Wandlung

 

 

Dieter Wattenweiler

Der wahre Mensch ohne Rang und Namen - Zen im Westen

 

 

 

Anna Gamma

Ruhig im Sturm

Zen-Weisheiten für Menschen, die Verantwortung tragen

 

 

 

 

 

Herzgrund Sangha

Zen

 

Stefan Bauberger, SJ

Der Weg zum Herzgrund

Zen und die Spiritualität der Exerzitien

 

 

 

Bodhi-Sangha

Zen

 

 

AMA Samy, SJ

ZEN - Der große Weg ist ohne Tor

 

AMA Samy

Zen und Erleuchtung

Zen-Meditationen eines Zen-Meisters

 

 

AMA Samy

ZEN

Erwachen zum ursprünglichen Gesicht

 

 

 

Weitere Empfehlungen

 

Ruben Habito

Zen leben - Christ bleiben

 

 

Shunryu Suzuki

Seid reine Seide und scharfer Stahl

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Zen-Geist

Anfänger-Geist

 

 

Thich Nhat Hanh

Das Herz von Buddhas Lehre

Leiden verwandeln - Die Praxis des glücklichen Lebens

 

 

Ajahn Brahm

Die Kuh, die weinte

Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück

 

 

Ajahn Brahm

Der Elefant, der das Glück vergaß

Buddhistische Geschichten, um Freude in jedem Moment zu finden.

 

 

 

 

Kodo Sawaki

Zen ist für nix gut

 

 

 

Kodo Sawaki

Zen ist die größte Lüge aller Zeiten

 

 

Karl Brunnhölzl

Das Herzinfarktsutra

Ein neuer Kommentar zum Herzsutra

 

 

Wüstenväter & Wüstenmütter

 

 

Weisung der Väter Apophetegmata Patrorum

 

 

Martirij Bagin und Andreas A. Thiermeyer

Meterikon

Die Weisheit der Wüstenmütter

 

 

Gabriele Ziegler

Die Wüstenmütter

Weise Frauen des frühen Christentums

 

 

Matthias Dietz (Hrsg.)

Kleine Philokalie

Belehrungen über das Gebet

 

 

Hans Conrad Zander

Als die Religion noch nicht langweilig war

Die Geschichte der Wüstenväter

 

 

Jakobus Kaffanke, OSB, Cyrill Schäfer u.a.

Das Schauen Gottes wieder erlangen

Kontemplation als Leben des inneren Menschen und als Herz des Mönchtums

 

 

 

 

 

 

 

Kontemplation Karmel

 

 

 

Edith Stein

Kreuzeswissenschaft

Studie über Joannes a Cruce

 

Hanna-Barbara Gerl

Unerbittliches Licht

Edith Stein

Philosophie-Mystik-Leben

 

Edith Stein

Wege der Gotteserkenntnis

Studie über Dionysius Areopagita

 

Waltraud Herbstrith (Hrsg.)

Edith Stein

Aus der Tiefe leben

Ein Textbrevier

 

Teresa von Avila

Wohnungen der inneren Burg

 

Teresa von Avila

Das Buch meines Lebens

Autobiographie

 

Teresa von Avila

Weg der Vollkommenheit

 

Peter Dyckhoff

Aus der Quelle schöpfen

Das innerliche Gebet nach Teresa von Avila

 

Teresa von Avila

Gedanken zum Hohelied

 

Teresa von Avila

Ich bin ein Weib und obendrein kein gutes

Portrait der Heiligen in ihren Texten

 

Erika Lorenz

Weg in die Weite

Die drei Leben der Teresa von Avila

 

 

Johannes vom Kreuz

Empor den Karmelberg

 

Johannes vom Kreuz

Der geistliche Gesang

 

Johannes vom Kreuz

Die dunkle Nacht

 

Johannes vom Kreuz

Lebendige Liebesflamme

 

Johannes vom Kreuz

Worte von Licht und Liebe

 

 

 

 

Kontemplation Zisterzienser

 

 

 

Bruno Fromme (Hrsg.)

Die neue Spiritualität der Zisterzienser im 12. Jahrhundert

 

 

Bernhard von Clairvaux

Sämtliche Werke 

Bände V+VI

Sermones super Cantica  Canticorum

Predigten über das Hohelied

lateinisch-deutsch

 

Bernhard von Clairvaux

Rückkehr zu Gott

Die mystischen Schriften

 

Bernhard von Clairvaux

Das Herz weit machen

Kontemplation und Weltverantwortung

 

Bernhard von Clairvaux

Weil mein Herz bewegt war

 

Bernhard J. Vosicky

Bernhard über Bernhard

Geistliche Lehren des heiligen Bernhard von Clairvaux

 

Gerhard Wehr, Hg.

Der Mystiker Bernhard von Clairvaux

 

Wolfgang Buchmüller, Hg.

Von der Freude, sich Gott zu nähern

Beiträge zur zisterziensischen Spiritualität

 

 

 

Kontemplation

 

 

 

Willi Massa (Hrsg.)

Wolke des Nichtwissens

Brief persönlicher Führung

Anleitung zur Meditation

 

 

Richard Rohr

Pure Präsenz

Sehen lernen wie die Mystiker

 

 

 

Richard Rohr

Wer loslässt, wird gehalten

Das Geschenk des kontemplativen Gebetes

 

 

Franz Jalics

Der kontempative Weg

Ignatianische Impulse

 

 

 

Simon Peng-Keller

Kontemplation

Einübung in ein achtsames Leben

 

 

 

Gerhard Wehr

Nirgend Geliebte wird Welt sein als innen

Lebensbilder der Mystik im 20. Jahrhundert

 

 

 

 

Willigis Jäger

Kontemplation

 

 

 

 

 

Interreligiöses

 

 

Sebastian Painadath, SJ

Der Geist reißt Mauern nieder

Die Erneuerung unseres Glaubens durch interreligiösen Dialog

 

Sebastian Painadath, SJ

Wir alle sind Pilger

Gebete der Welt

 

 

 

Sebastian Painadath, SJ

Das Sonnengebet

 

 

 

 

 

 

 

Integrales Denken

 

Teilhard de Chardin

Das göttliche Milieu

Ein Entwurf des Innern Lebens

 

Teilhard de Chardin

Das Herz der Materie

Kernstück einer genialen Weltsicht

 

 

 

Ken Wilber

Integrale Spiritualität

 

 

 

Ken Wilber

Integrale Vision

 

 

 

Ken Wilber

Eine kurze Geschichte des Kosmos

 

 

 

 

 

Physik, Medizin

 

 

 

Amit Goswami

Das bewusste Universum

 

 

 

Roland Röpers u.a.

Was unsere Welt im Innersten zusammenhält

Hans-Peter Dürr im Gespräch

 

 

 

Ulrich Schnabel

Die Vermessung des Glaubens

Forscher ergründen, wie Glaube entsteht und warum er Berge versetzt.

 

Wolf Singer,

Matthieu Ricard

Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog.

 

 

 

Jin Kabat-Zinn

Gesund durch Meditation

 

 

 

Ulrich Ott

Meditation für Skeptiker

Ein Neurowissenschaftlwer erklärt den Weg zum Selbst

 

 

 

Peter Sedlmeier

Die Kraft der Meditation

Was die Wissenschaft darüber weiß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FRIEDEN

 

 

 

 

 

 

 

 

Erste Friedenstaube von Petra Zak in Porzellan - Projekt Weltfriedenslicht.com

DASEIN FÜR FRIEDEN 

Kontemplieren für den Frieden

 

2018

 

 

 

 

 

Samstag, 24.11. 2018

DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation 

09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Edith Stein - Raum der Stille

 

 

 

 

DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplieren für den Frieden 

2019

 

 

 

 

Samstag, 26.01. 2019

 DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation 

 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Edith Stein - Raum der Stille

  

 

 

Samstag, 23.02. 2019

DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation 

09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Edith Stein - Raum der Stille

 

 

 

 

 

 

Samstag, 30.03. 2019

DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Edith Stein - Raum der Stille

  

  

 

 

Samstag, 25.05. 2019

DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation 

09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Übungsraum Johannes vom Kreuz

 

 

 

Friedenstaube von Petra Zak Projekt Weltfriedenslicht.com

Samstag, 29.06. 2019

DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation 

 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Übungsraum Johannes vom Kreuz - Zendo Jerusalem

  

 

 

Samstag, 24.08. 2019

DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation 

09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Edith Stein - Raum der Stille

 

 

Samstag, 21.09. 2019

 DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation 

 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Übungsraum Johannes vom Kreuz - Zendo Jerusalem

 

 

Samstag, 26.10. 2019

DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation 

09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Übungsraum Johannes vom Kreuz - Zendo Jerusalem

 

 

 

Samstag, 23.11. 2019 DASEIN FÜR FRIEDEN

Kontemplation  09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

ZENtrum Theley, Brühlstr. 21, Tholey-Theley

Übungsraum Johannes vom Kreuz - Zendo Jerusalem  

 


Uhrzeit               jeweils 09.00 Uhr – 12.00 Uhr

Ablauf                09.00 Uhr  Stille zum Ankommen

                            09.05 Uhr  Vortragsimpuls Frieden

                            09.25 Uhr  Gehmeditation

                            09.35 Uhr  Kontemplation

                            10.00 Uhr  Gehmeditation

                            10.05 Uhr  Kontemplation

                            10.30 Uhr  Pause - Stiller Gang in der Natur - Imbiss

                            11.00 Uhr  Kontemplation - Gehmeditation - Kontemplation

                            11.55 Uhr  Friedensritual

Leitung               Bernhard Schille, Seelsorger, Lehrer der Via Integralis

Assistenz            Christiane Singer-Schille


Anmeldung        Die Plätze werden an Menschen vergeben, welche die gesamte  

                            Reihe belegen. Bleiben durch berufliche Hinderung, Krankheit    

                            oder Urlaub Plätze frei, können auch einzelne vergeben werden.

                            Wir berücksichtigen nach Eingangsdatum der schriftlichen Anmeldung.

 

Keine Kursgebühr, kein Honorar

Orientierungswert: 9 Halbtagesveranstaltungen 360 €

 


 

 

WACH SEIN

FÜR FRIEDEN

 

  

KONTEMPLIEREN 

IN DIE NACHT HINEIN

 

 

2018 

 

 

07.12. bis Mitternacht 08.12.

Bodhi Fest und Hochfest Maria Immaculata Concepta

Buddha und Maria

Zentrum Theley, Brühlstr. 21,

Edith Stein - Raum der Stille

19.00 Uhr bis 21.00 Uhr, bis 22.00 Uhr, bis 23.00 Uhr,

bis 00.00 Uhr

freiwillig bis in den neuen Tag möglich

Übernachtungsmöglichkeit

Mündliche Anmeldung bis spätestens Vortag möglich!

 

 

 

14.12.

Todes- und Gedenktag unseres Patrons

Johannes vom Kreuz

Zentrum Theley, Brühlstr. 21, Edith Stein Raum der Stille

19.00 Uhr bis 21.00, bis 22.00 oder bis 23.00 Uhr

Mündliche Anmeldung bis spätestens Vortag möglich! 

 

 

 

 

WACH SEIN

FÜR FRIEDEN

 

 

Kontemplieren in die Nacht hinein 

 

2019

 

 

 

 

16.03.  Samstag

Benedikt und Nikolaus von Flüe

Zentrum Theley, Brühlstr. 21, Übungsraum Johannes vom Kreuz - Zendo Jerusalem

19.00 Uhr bis 21.00 Uhr, freiwillig bis 22.00 Uhr oder bis 23.00 Uhr

Mündliche Anmeldung bis spätestens Vortag möglich!

 

09.08. Freitag

Edith Stein

Zentrum Theley, Brühlstr. 21, Übungsraum Johannes vom Kreuz - Zendo Jerusalem

19.00 Uhr bis 21.00 Uhr,

freiwillig bis 22.00 Uhr oder bis 23.00 Uhr

Mündliche Anmeldung bis spätestens Vortag möglich!

 

20.08. Dienstag

Bernhard von Clairvaux

Zentrum Theley, Brühlstr. 21, Übungsraum Johannes vom Kreuz - Zendo Jerusalem

19.00 Uhr bis 21.00 Uhr

freiwillig bis 22.00 Uhr oder bis 23.00 Uhr

Mündliche Anmeldung bis spätestens Vortag möglich!

 

 

Termin offen

Teresa von Avila

Zentrum Theley, Brühlstr. 21, Übungsraum Johannes vom Kreuz - Zendo Jerusalem

19.00 Uhr bis 21.00 Uhr

freiwillig bis 22.00 Uhr oder bis 23.00 Uhr

Mündliche Anmeldung bis spätestens Vortag möglich!

  

 

 

07.12. auf 08.12. Samstag

Bodhi Fest und Hochfest Maria Immaculata Concepta

Buddha und Maria

Zentrum Theley, Brühlstr. 21, Edith Stein - Raum der Stille

19.00 Uhr bis 21.00 Uhr, oder bis 22.00 Uhr, oder bis 23.00 Uhr, oder bis 00.00 Uhr

freiwillig bis in den neuen Tag möglich

Übernachtungsmöglichkeit

Mündliche Anmeldung bis spätestens Vortag möglich!

 

 

 

14.12.  Samstag

Todes- und Gedenktag unseres Patrons

Johannes vom Kreuz

Zentrum Theley, Brühlstr. 21, Edith Stein Raum der Stille

19.00 Uhr bis 21.00, oder bis 22.00 oder bis 23.00  Uhr

Mündliche Anmeldung bis spätestens Vortag möglich!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 WACHSEIN FÜR FRIEDEN - 20.08.2018

 

 

 

Alle Nationen der Welt sprechen von Abrüstung.  Wir müssen sie lehren, mehr zu tun, als bloß davon zu sprechen.

Die Völker müssen den Staatsmännern und Diplomaten die Abrüstung aus der Hand nehmen.

  Die Völker selbst müssen die Abrüstung verwirklichen.   

Albert Einstein (1879-1955)



Worte von Bernhard von Clairvaux

REZITATION I



Nicht die Friedensredner, sondern die Friedensstifter werden gelobt.


In Frieden lebt der Mensch, der Gutes mit Gutem vergilt und, so viel an ihm liegt, niemanden schädigen will.



Gott ist Licht wegen seiner Helligkeit, Friede wegen seiner Ruheeine Quelle wegen seiner überflussenden Fülle und der Ewigkeit


Glaube mir, ich habe es erfahren, du wirst ein Mehreres in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was kein Lehrmeister dir zu hören gibt.


Inneren Frieden wird nur erlangen, wer Unwesentliches unbeachtet lässt und sich allein um Wesentliches sorgt.


Wir finden innere Ruhe bei denen, die wir lieben,  und wir schaffen in uns einen ruhigen Ort für jene, die uns lieben.


Gott ist die Ruhe, und er beruhigt alles. Ihn anschauen, heißt selber ruhen.


Die Ruhe Gottes macht alles ruhig. Und wer sich in Gottes Ruhe hinablässt, ruht.


Du musst nicht über die Meere reisen, musst keine Wolken durchstossen und nicht die Alpen überqueren. Der Weg, der Dir gezeigt wird, ist nicht weit. Du musst Deinem Gott nur bis zu Dir selbst entgegengehen.


An den Wänden zeigt die Kirche ihren Glanz, an den Armen ihre Knickrigkeit. Ihre Steine sind bekleidet mit Gold, ihre Kinder lässt sie nackt.


Halte aber das Paradies der inneren Wonne nicht für einen körperlichen Ort.

Diesen Garten betritt man nicht mit Füßen, sondern mit dem Herzen.


  Aus dem Schweigen kommt alle Kraft.


Nicht die Armseligkeit macht den Menschen selig, sondern die Barmherzigkeit.


Uns fehlt die Gabe, die Dinge so zu schmecken, wie sie sind.

  
  

Du bist gefesselt; suche die Bande, die du nicht zerreißen kannst, zu lösen.

  
  

Die Liebe wandelt die Seelen um und macht sie frei.


Was ist Gott? Er ist Länge, Weite, Höhe und Tiefe.

  
   Ganz licht und klar sein heißt: Am Ziele sein.  
   Umsonst fragst du die Schrift um Auskunft. Frage lieber die Erfahrung.


 

 






 

 

  

2017- 2018 Leittext

 

KONTEMPLATION ÜBEN MIT IMPULSEN AUS DEN VISIONEN DES NIKOLAUS VON FLÜE   

 

 

Zum 600. Geburtstag von Nikolaus von Flüe folgen wir zwei Jahre lang der Spur des einsamen Eremiten und allverbundenen Mystikers Nikolaus von Flüe.  Selten wird verstanden, dass  im Schweigen Impulse entstehen, deren Wirkkraft in soziale, betriebliche, gesellschaftliche, kirchliche, nationale wie globale  Felder hineinreicht. Nikolaus ist dafür ein eindrucksvoller Beleg.  Aus der Stille gelang ihm ein Friedensengagement, das sich bis in die heutige Gestalt der Schweiz abbildet.


Auf unserem Planeten gehört Krieg für viele Menschen zum  Alltag.  Zählt man die Gewalt gegen Natur und Klima hinzu, kann man sagen: Allerorten herrscht  Krieg. Sein Kontrapunkt, der Friede  ist "alleweil in Gott", so Nikolaus von Flüe. Wir laden dazu ein, uns dem Frieden des eigenen Herzens mit Hingabe  zu widmen.  9 x in 2018  wollen wir einen Samstagvormittag lang übend unseren Herzensfrieden entwickeln, um so auch im Außen für den Frieden da zu sein.  Wir tun dies nicht mit Worten, Appellen, im Reden und Nachdenken, sondern kraft kontemplativen Innehaltens. Wir kehren bei uns selber ein und öffnen uns dem Frieden aus Gott. Im Schweigen kann sich der Frieden als innere Wirklichkeit bemerkbar machen und in uns stark werden: Eine gute Erfahrung, die weit über uns hinaus wirkt.


  

Nikolaus war überzeugt: Friede ist eine Gegenheit aus Gott. "Friede ist alleweil in Gott, denn Gott ist der Friede." SCHALOM ist daher Vorgabe in jedem Menschen und allerorts. Schalom übersteigt egoistische, familiäre, religiöse, nationale und eurozentrische Interessen.  Wenn wir diesen Frieden in uns berühren, weitet er unser Herz für das Ganze. Sind wir selber "Schalom", so "wirkt das überall hin" (Gisela Storz). Es schafft eine Bewegung zum Frieden  an anderen Stellen der Erde und in den Herzen vieler Menschen.  Mit unserer Praxis wollen wir den Prozess der Verbundenseins und Einswerdens mit uns selber und mit allem, was ist,  nähren.  Soweit in uns selber Frieden wird, schafft das eine tragfähige Basis, dass Krieg auch im Außen immer weitergehend geächtet wird. 
  


 

                                                        

 

                           

 

                            

 

 

        

 

 

 

IMPULSE      

 

 

 

08-26 FRIEDENSGEBET


  


FRIEDEN – DAS BIN ICH


  


  

Anshin und Schalom sind Worte aus zwei der großen Religionen der Erde, dem Judentum mit seiner christlichen Sekte und dem Buddhismus. Beide Worte Anshin wie Schalom bedeuten Frieden.   


  

In Erinnerung an Edith Stein, die ihr Sterben dem Frieden widmete, wurde SCHALOM für uns ein grundlegendes Anliegen und  innerer Auftrag für die Kontemplation.  Das heisst: Wir meditieren hier nicht für uns, sondern für den Frieden. Gewiss bringt Meditation auch viel subjektiven Gewinn.  Dieser Gewinn aber verfällt, wenn man in einer Haltung des „Ich übe für mich“ gefriert. Wer ausschließlich für sich selber übt, der  nimmt sich selber ganz viel.  Menschen, die praktizieren, merken auf ihrem Übungsweg irgendwann sehr deutlich, dass sie mit einem stark subjektiven Gewinnstreben als Motivation nicht weiter kommen.  Sie machen das Üben damit unfruchtbar und hören dann folgerichtig damit auf, weil es ihnen ja nichts bringt.   


  

Wir sind froh, dass wir bei unserem Friedensgebet eine ganz ausdrückliche Ausrichtung wählen, die unser privates Glück weit übersteigt. Wir sind damit nicht allein. Dass Ihr euch das Anliegen des Friedens zu eigen gemacht habt und im schlichten „Da sein für Frieden“ in unser Friedensgebet einstimmt, unterstützt und verstärkt unser Anliegen.


Es ist ein seltsames Paradox dass wir selber in den Frieden des Herzens eintreten, indem wir nicht nach dem eigenen Frieden suchen sondern da sind für die Kriegswunden und Kriegsverletzungen des ganzen Planeten und der ganzen Menschheit.  Menschen, die sich Orten wie Ausschwitz-Birkenau  und damit der deutschen Schuldgeschichte intensiv aussetzen, merken, dass sie selber mit versöhntem Herzen zurückkehren; sie erleben an sich selbst eine Heilung, indem sie nicht nach sich selber allein gucken, sondern da sind für den ganzen Schmerzkörper dieser Erde.

 

Die Lebewesen sind ohne Zahl. Ich gelobe sie alle zu retten.“ - Die große Erleuchtung des Buddhas bestand darin, dass er merkte: Wir gehen verloren, solange wir uns vom Rest der Welt trennen oder uns individuell abkapseln.  Mein "Ich" geht viel weiter.  Und wenn  ich mich von allem ab, so wende ich mich immer auch von mir selber ab oder bleibe im kleinen "Ich" stecken.  „Wir sind ein einziger Leib“ in Christus, so nennen die Christen diese neue und wahre Realität.


Anshin und Schalom meinen eine Qualität von Frieden, die mich selber einschließt, indem ich selber nichts ausschließe. Anshin und Schalom sind kosmisch weit.


  

Der 21. März 1417:  Nikolaus von Flüe wird geboren,  vor 600 Jahren also. Für die Einigung der Schweiz wurde der schweigsame Eremit zum Friedensengel.  Dass er am 21. März 1417 geboren wurde und genau am 21. März 1487 mit 70 Jahren starb, ist etwas bemerkenswertes. Der 21. März war damals der Benediktstag. Auch Benedikt war ursprünglich ein Eremit: Er liebte es bei sich selber zu wohnen. Amavit habitare secum.  Der Eremit, der im Gottesfrieden lebt, wird zur Gründungsdgestalt des europäischen Mönchtums. Oder eingit wie bei Nikolaus ein Land.   


  

Wer den Tag und sein Leben in der Stille gründet, dessen inneres Ruhen und dessen äußere Wirkungskraft  wachsen. Das stille  Bei-sich-sein führt in eine große Kernkraft.  Der Gang der Welt wandelt sich in der Macht der Stille.   Wirken aus Stille ist ein anstrengungsfreies und leichtfüßiges  Geschehen, ohne Druck und ohne Muß.  Aus mühsamer Arbeit wird langsam ein aus innerem Zustrom genährtes fließendes Tun.

 

 

DIE BRUNNENVISION DES NIKOLAUS VON FLÜE



Ein Mensch unterbrach den Schlaf um Gottes willen und um seines Leidens willen. Und er dankte Gott für sein Leiden und seine Marter. Und ihm gab Gott Gnade, daß er darin seine Unterhaltung und Freude fand. Hierauf legte er sich zur Ruhe, und es schien ihm in seinem Schlaf oder in seinem Geist, er käme an einen Platz, der einer Gemeinde gehörte. Da sah er daselbst eine Menge Leute, die taten schwere Arbeit; dazu waren sie sehr arm. Und er stand und schaute ihnen zu und verwunderte sich sehr, daß sie so viel Arbeit hatten und doch so arm waren. Da sah er zur rechten Hand einen Tabernakel erscheinen, wohlgebaut. Darein sah er eine offene Tür gehen, und er dachte bei sich selbst . Du mußt in den Tabernakel gehen und mußt sehen, was darin sei, und mußt bald zu der Tür hereinkommen. Da kam er in eine Küche, die einer ganzen Gemeinde gehörte. Da sah er zur rechten Hand eine Stiege hinaufgehen, vielleicht vier Stufen messend.

 

Da sah er einige Leute hinaufgehen, aber wenige. Ihm schien, ihre Kleider wären etwas gesprenkelt mit Weiß, und er sah einen Brunnen aus den Stufen in einen großen Trog zu der Küche fließen, der war von dreierlei: Wein, Öl und Honig. Dieser Brunnen floß so schnell wie der Strahlenblitz und machte ein so lautes Getöse, daß der Palast laut erscholl wie ein Horn. Und er dachte Du mußt die Stiege hinaufgehen und mußt sehen, woher der Brunnen kommt. Und er verwunderte sich sehr, da sie so arm waren und doch niemand hineinging, aus dem Brunnen zu schöpfen, was sie wiederum so wohl hätten tun können, da er gemeinsam war. Und er ging die Stiege hinauf und kam in einen  weiten Saal. Da sah er inmitten des Saales einen großen viereckigen Kasten stehen, aus dem der Brunnen quoll. Und er machte sich an den Kasten und besah ihn. Und als er zu dem Kasten ging, da wäre er fast versunken, wie einer, der über ein Moor geht, und er zog seine Füße rasch an sich und kam zu dem Kasten. Und er erkannte in seinem Geist, wer seine Füße nicht rasch an sich zöge, der möchte nicht zum Kasten kommen.

 

Der Kasten war an den vier Ecken beschlagen mit vier mächtigen eisernen Blechen. Und dieser Brunnen floß durch einen Kännel weg und sang so schön in dem Kasten und in dem Kännel, daß er sich darüber höchlich wunderte. Dieser Quell war so lauter, daß man eines jeden Menschen Haar am Boden wohl hätte sehen können. Und wie mächtig er auch daraus floß, so blieb doch der Kasten wimpervoll, daß es überfloß. Und er erkannte in seinem Geist, wieviel daraus floß, daß immer noch gern mehr darin gewesen wäre, und er sah es aus allen Spalten herauszwitzern. Und er dachte : Du willst wieder hinabgehen. Da sah er (es) allerseits mächtig in den Trog strömen, und er dachte bei sich selbst. Du willst hinausgehen und sehen, was die Leute tun, daß sie nicht hereingehen, des Brunnens zu schöpfen, dessen doch ein großer Überfluß ist. Und er ging zur Tür hinaus. 

 

Da sah er die Leute schwere Arbeit tun und dazu fast arm sein. Da beobachtete er sie, was sie täten. Da sah er, daß einer dastand, der hatte einen Zaun geschlagen mitten durch den Platz. In der Mitte des Zaunes hatte er einen Gatter, den hielt er vor ihnen zu mit der Hand und sprach zu ihnen : »Ich lasse euch weder hin noch her, ihr gebt mir denn den Pfennig.« Er sah einen, der drehte den Knebel auf der Hand und sprach: »Es ist darum erdacht, daß ihr mir den Pfennig gäbet.« Er sah Pfeifer, die ihnen aufspielten und ihnen den Pfennig heischten. Er sah Schneider und Schuhmacher und allerlei Handwerksleute, die da den Pfennig von ihm haben wollten. Und ehe sie das alles ausrichteten, da waren sie so arm, daß sie kaum das bekamen. Und er sah niemanden hineingehen, um aus dem Brunnen zu schöpfen. Wie er so stand und ihnen zusah, da verwandelte sich die Gegend und wurde zu einer wüsten Steinhalden daselbst und glich der Gegend, die um Bruder Klausens Kirche liegt, wo er seine Wohnung hat, und er erkannte in seinem Geist, dieser Tabernakel wäre Bruder Klaus.«


WO FRIEDEN BEGINNT: INNEN STATT AUSSEN


Wir wollen heute nur den Schluss dieser vielgestaltigen Vision anschauen.

Und da heißt es:


Und er sah niemanden hineingehen, um aus dem Brunnen zu schöpfen. Wie er so stand und ihnen zusah, da verwandelte sich die Gegend und wurde zu einer wüsten Steinhalden daselbst und glich der Gegend, die um Bruder Klausens Kirche liegt, wo er seine Wohnung hat, und er erkannte in seinem Geist, dieser Tabernakel wäre Bruder Klaus.“


Niemand von den schöpft vom Brunnen, obgleich die Schätz, welche der Tabenakel spendet, unendlich wertvoll sind. Die Menschen haben ganz schwer und viel  zu arbeiten. Geldverdienen ist eine ihrer Hauptbeschäftigungen. Oblgeich der Brunnen ganz nah und reichlich sprudelt, bleibt jeder bei seinen Geschäften. Bei den Geschäften bleiben, so wichtig sie sein mögen, bedeutet immer in der Außenorientierung zu bleiben. Da fällt einem Teresa von Avila ein, die das Innere des Menschen mit einer Burg vegleicht, in der unzählige Gemächer hineinführen in Innerste. Im Innersten der Seele aber wartet ein wunderschöner Kristall, ein Diamant gar und das ist Gott.

 

„Viele Seelen halten sich nur, gleich Schildwachen, außerhalb des Schlosses auf.

Sie gehen umher und fragen nicht, was im Innern vorgehe, wie das Gebäude eigentlich beschaffen sei und wer darin wohne.“  

 

Und eine Vierzeiler von Angelus Silesius gesellt sich dazu:

„Halt an, wo läufst du hin, der Himmel ist in dir. Suchst du ihn anderswo du fehlst ihn für um für.“  

 

Von demselben Rumlaufen und gewiss auch sinnvollen Beschäftigungen nachgehen, handelt auch die Brunnenvision. Erinnert ihr, was Bernhard dem Papst vorhielt?   

 

Wo soll ich anfangen?  Am besten bei deinen zahlreichen Beschäftigungen, denn ihretwegen habe ich am meisten Mitleid mit dir.  Es ist viel klüger, dich ab und zu deinen Beschäftigungen zu entziehen, als zuzulassen, dass sie dich ziehen und allmählich dahin führen, wohin du nicht willst. Du fragst wohin? Zu einem harten Herzen.  Frage nicht, was damit gemeint ist; wenn du jetzt nicht erschrickst, ist dein Herz schon so weit.“ -  

 

Nichts gegen Arbeit und Beschäftigungen, aber wenn sie einem die Orientierung nach innen rauben, ist es schlimm, wenn sie einem auffressen, verliert man das Gefühl für sich selber.


Nikloaus von Flüe sah niemanden hineingehen, um vom Brunnen zu schöpfen. Frieden finden wir nicht in der Außenorientierung.  Es braucht die Bildung des inneren Menschen, damit er friedensfähig wird.



FRIEDEN – DAS BIN ICH


Dann ändert sich auf einmal das Bild der Vision und das ist das Zweite, was ich ansprechen mag.  


„Wie er so stand und ihnen zusah, da verwandelte sich die Gegend und wurde zu einer wüsten Steinhalden daselbst und glich der Gegend, die um Bruder Klausens Kirche liegt, wo er seine Wohnung hat, und er erkannte in seinem Geist, dieser Tabernakel wäre Bruder Klaus.“


Die vielfältigen und symbolischen Bilder der Vision machen der Wirklichkeit Platz. Visionen ohne Wirklichkeit sind Träume und Spektakel.  Für Nikolaus entsteht vor seinen Augen sein ganz gewöhnlicher Alltag, die Kirche, seine Wohnung und dann folgt ein ungeheuerlicher Übergriff, den jede kontemplative Übung und das Zazen im Grunde anvisiert.  

 

Diese ungewöhnliche  Zusammenschau von Vision und alltäglicher Wirklichkeit  eint die innere Schau mit der der persönlichen Wirklichkeit.  Und das klingt so stark, dass man Gänshaut bekommen kann: Der Tabernakel, das bin ich.  Der überfliessende, lebensspendende Brunnen, das bin ich.  Da muß ich nicht mehr hin: Das bin ich.  Das ist die wunderschöne Perle unseres Übungsweges, die jedem geschenkt wird, der diesen Weg wählt.  Die tiefe Erfahrung von Einheit.  Dann suchen wir nicht mehr den Frieden, wie Benedikt uns in seiner Regel aufruft, dann werden wir Frieden und dann sind wir Frieden.  Erst aus dieser Erfahrung leuchten uns die Worte des Paulus ein: Nichtmehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.  „Bleibet in mir, dann bleibe ich in euch“, spricht Christus.

„In Christus sein“, bedeutet Christus zu werden und Christus zu sein. Nicht bloss nachzufolgen und sich christ zu  nennen.  „Ein Leib werden, ein Leib sein mit ihm“ - Christus, das bin ich.

Der Tabernakel, das bin ich. Der Brunnen des Lebens, das bin ich. Friede, das bin ich.



   

 

Mai 2017

 

 

IM FRIEDEN SEIN

 

Ursprüngliches Zazen bedeutet, ein direktes Schauen der eigenen Lebensmitte  im Sitzen. Das Zentrum ist das eigene Herz. Damit ist kein Organ gemeint, sondern die essentielle Welt, die Wesenswelt. Was wir hier vorfinden ist eine andere Wirklichkeit als das, was wir mit Augen, Ohren, Mund, Händen, Nase, mit dem Verstand oder der Haut aufnehmen.  Dieses andere ist vollständig jenseits unserer Annahmen und Konstruktionen, Täuschungen und Illusionen.  Zazen macht einem jede vordergründige Sichtweise kaputt.  Es transzendiert die tiefsten Gedanken. Gefühle mögen uns intensiv bewegen, dennoch sind sie wie Wellen, die sich wieder glätten. Sie haben keine Dauer.    


  

In den Boddhisattva Versprechen heißt es gar:   

Täuschende Gedanken und Gefühle sind grenzenlos. - Bono mujin sei gan dan. Ich gelobe, sie alle zu lassen.   


  

Im Zazen durchstossen wir diesen aufgeregten, bewegten und unruhigen Vordergrund auf den Tiefengrund hin. Dort glätten sich die  Wellen. Da wird es ganz still, wo die Sinne aufhören zu lärmen und die Gedanken zur Ruhe kommen.


  

Das Herzsutra zerschlägt mit einem radikalen und konstanten „Nein!“ alle unsere Versuche, diesen Herzgeist irgendwie doch zu begreifen oder im Verstehen davon billig Besitz zu nehmen. Er ist Leere.   


  

Nicht Form, nicht Empfinden, nicht Wahrnehmen, nicht Wollen, nicht unterscheidendes Denken, nicht Auge, nicht Ohr, nicht Nase, nicht Zunge oder Körper, nicht Farbe, nicht Ton, nicht Duft, nicht Geschmack, weder Berührbares noch Vorstellung, (…) keine Erleuchtung, kein Weg.“


  

Die Realität hinter den Sinnen und Gedanken ist schwer in Worten aussagbar. Wesensnatur, wahres Selbst oder Buddha heißt es im Zen-Buddhismus. Christen nennen diesen Hintergrund Dreifaltigkeit: Geist-Atem oder Friede Christi oder göttlicher Grund. Die Namen, die wir dem Geschehen der Unendlichkeit in uns geben, unterscheiden sich. Doch Worte sind nicht die Erfahrung. Sie weisen bloss darauf hin sind deren gebürsteter Ausdruck und die von uns gemachte Gestalt. Was wir nicht fassen, sondern was form-los uns selber umfasst, ausmacht und formt. ist unsagbar. Dieser Realität wahren und ursprünglichen Lebens in uns öffnen wir uns einfach. Wir bekommen dabei nichts zum Festhalten, denn beständig fließt es. Selbst wenn wir Schalen formen:  Sie können nicht halten, was lebendig und quellfrisch überströmt. Nicht feststellbar, bleibt es dennoch konstante Wirklichkeit in uns, tragender Grund, doch darin grund-los.


  

Entscheidend ist nicht das Wissen darüber, sondern die Erfahrung. Zazen ist ein reiner Erfahrungsweg, ein Weg der Übung. Wenn wir Zazen üben und dies ernsthaft und mit Hingabe tun, dann üben wir, als ständen wir auf des Messers Schneide, als ginge es in jedem Augenblick und bei jedem Atemzug um Leben und Tod.  Ohne diesen Ernst wird Zazen zum Rumsitzen. Zazen braucht Hingabe und eine vollständige Sammlung. Träumerisches Spazierengehen und gedankenverlorenes Sinnieren ist das krasse Gegenteil von Zazen. Und daher ist es entscheidend wichtig, dass wir die Bewegung nach außen und das Abdriften in Befindlichkeiten und Gedanken vollständig unterbinden. Wir schneiden es ab, indem wir uns ganz konsequent von Neuem konzentrieren. Wir werten uns nicht ab, sondern schneiden es ab.  Abschneiden meint: Wir merken, wir sind wieder sonstwo. Wir nutzen es als Chance direkt zum Atmen zurückzukehren.   


  

Yamada Koun Roshi empfiehlt Anfängern wie Fortgeschrittenen das Zählen jeder einzelnen Atembewegung, um unseren unruhigen Geist zu bändigen. Die Übung besteht darin, den Geist mit ungeteilter Aufmerksamkeit auf das Zählen jedes Atemzuges zu konzentrieren und dabei den Atem bewusst zu spüren.   


  

Das heißt wir zählen die Atembewegungen. Dabei ist es sehr hilfreich beide Atembewegungen zu zählen. Beim Einatmen zählen wir im Geist "E-i-n-s"  und beim Ausatmen im Geist " z-w-e-i."   Das Ganze tun wir fünf Atemzüge lang. Dann sind wir bei zehn angelangt und beginnen wieder von vorne.   


  

Viele, selbst Menschen die schon Jahre üben, werden überrascht feststellen, dass sie evt. garnicht bis zehn kommen, so zerstreut und verwirbelt sind sie.  Oder sie merken, dass sie weiterzählen. Alles nicht schlimm: Wir beginnen ohne Kommentar einfach wieder bei "e-i-n-s."  Wichtig ist, nicht sofort zu werten. Damit machen wir ja mehr desselben. Sobald wir sehen, dass wir uns verlieren, nutzen wir das als echte Gelegenheit, von Neuem bei E-i-n-s zu beginnen und mit ganzer Hingabe zu praktizieren.  Das Zählen des Atems hilft sehr, die Qualität des Zazen zu erhöhen. Echtes Zazen ist nicht verschlafen und daher sehr wirkungsstark:


  

Altmeister Dogen Zenji schreibt in seiner „Rede von der Übung des Weges mit ganzem Herzen“ (Bendowa):


  

Da das Zazen – selbst nur eines Menschen in einem einzigen Augenblick – alles im Universum vereint und ganz harmonisch eins mit jedem Zeitpunkt des gesamten Flusses der Zeit wird, wirkt es unablässig in den unendlichen Welten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, um das Heil aller fühlenden Wesen zu erlangen (…) Selbst wenn all die unzähligen Buddhas im ganzen Universum ihre Anstrengungen vereinigten und versuchten, das Verdienst des Zazen eines einzigen Menschen zu messen, sie könnten es nicht ausloten.“


  

Das Zählen des Atems ist etwas sehr viel anderes, als wenn wir ein Wort in den Atem nehmen. Die Zashlenfolge gibt uns ganz nüchtern Auskunft, ab wann wir wieder weg waren und manchmal gar, dass wir garnicht wissen, welche Zahl es war, bei der wir die Konzentration verloren haben.  Es gibt uns ungeschminkte, klare  Auskunft über uns selber und darüber, was wir tun, wenn wir Zazen üben wollen.


  

Aus dem Shodoka:


  

32b „Zen lehrt uns, sorgfältig in den eigenen Geist zu schauen und durch die Macht der weisen Einsicht geradewegs ins Ungeborene vorzudringen.“     

39 „Nie getrennt vom Hier und Jetzt fließt es ständig über. Suchst du es, so kannst du es nicht fnden. Du kannst es nicht ergreifen und doch kommst du nicht los davon. Weil du es schon hast, kannst du es nicht erlangen.“

40 „Im Schweigen redet es, im Reden schweigt es.

Das Tor der wahren Liebe steht offen; es kennt keine Hindernisse.“


  

Zazen ist der Weg in die Wesenserfahrung.  Wesenserfahrung macht uns zu Liebenden, weil es eine Erfahrung von Liebe ist.  Die Erfahrung unserer wahren Natur macht uns zu Friedens-bewegten. Friede ist eine Qualität dieser Erfahrung: Friede und Liebe sind Gegebenheiten, sind die  Essenz der Erde und des Universums. „Friede ist alleweil in Gott“, so formuliert der Einsiedler Nikolaus von Flüe dies in christlicher Sprache. In Wahrheit brauchen wir Frieden und Liebe nicht zu suchen, denn wir selber  sind es. In Wahrheit sind wir „Liebe“ und „Frieden“.  Das hilft sehr, beim Kriegstreiben widerständig zu bleiben.


  

In der Stille diesen Frieden zu finden und ihn immer stärker zu verkörpern: Das ist kein privater Luxus, sondern Herzensdienst für die ganze Erde.  Davon geht eine machtvolle Bewegung aus. Das wirkt in alle Räume und Zeiten. Im Innersten sind wir nämlich eins mit allem.  Die Evolution nimmt einen anderen Verlauf, wenn wir selber im Frieden sind. Von hier aus steuern wir das Ganze, ohne es zu steuern. Zazen erreicht jeden Knochen und jedes Organ: Wer meditiert merkt mit der Zeit, wie die Zellen des eigenen Körpers aufatmen, regenerieren und froh werden.  Unser Herz weitet sich. Ohne Aufwand passt die ganze Welt hinein.  Zazen führt uns auf direktestem Weg zum Frieden. Die Erfahrung des Friedens ist gewiss eine stärkere Waffe als alle Panzer und Bomben unserer kriegsverliebten Welt.  Den Frieden im Herzen zu achten, ächtet auf Dauer jeden Krieg.


  

Da das Zazen – selbst nur eines Menschen in einem einzigen Augenblick – alles im Universum vereint und ganz harmonisch eins mit jedem Zeitpunkt des gesamten Flusses der Zeit wird, wirkt es unablässig in den unendlichen Welten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, um das Heil aller fühlenden Wesen zu erlangen (…) Selbst wenn all die unzähligen Buddhas im ganzen Universum ihre Anstrengungen vereinigten und versuchten, das Verdienst des Zazen eines einzigen Menschen zu messen, sie könnten es nicht ausloten.“

 

 

 

 

 

 

 

April 2017


  


 

DASEIN FÜR DEN FRIEDEN   


  


  

Schalom steht als Name über dem Zentrum und unseren Übungsgelegenheiten. Das war keine billige Namensgebung. Schalom hat uns gefunden. Aus einzelnen Erfahrungen hat es sich langsam wie ein Puzzle zusammengefügt. Anfangs war kein Zusammenhang sichtbar, - nur verstreute Einzelteile, denen man keine besondere Bedeutung zu zumaß.

Über die Jahre weg fügte es sich zusammen. Es verdichtete sich zu einem Ganzen. Verdichtung.


  

Dynamiken aus der Tiefe, Tiefenimpulse. Je tiefer wir hineinfinden in die Übung, umso weniger steuern wir.  Wir lassen alles Zutun. Wir bleiben wach und nehmen immer feier wahr. Tore in eine Wirklichkeit, die wir im Alltag selten berühren, beginnen  sich zu öffnen. Wir finden Zugang zu unserem wahren Selbst, dem Wesengrund.  Von hier aus entstehen Impulse und Dynamiken, die sehr zielgenau sind, ohne das wir sie wissen und begreifen können.  ES findet uns. Wer übt, sucht nicht.


  

Sich vom Ziel ziehen lassen, die Kontrolle lockern, ES geschehen lassen, sich öffnen, empfänglich werden, so kann man die Haltung des Zazen-Übenden beschreiben: Ein Nichthandeln, welches für unser Übung ganz elementar ist.  Wer übt, wird zu tiefer Ruhe und absolutem Frieden gelangen. Nicht sonstwo und irgendwann, sondern in uns selber und jetzt in diesem Augenblick. Ein Friede, wie ihn die Welt nicht kennt, so formuliert die Bibel.   


  

Solcher Herzensfrieden wird uns durch Zazen unmittelbar und direkt zugänglich.  Dieser Friede hat damit zu tun, ein zu werden mit seinem wahren Selbst.  Und das Einsein im ZEN mit seiner Wesensnatur, ist ein Einssein mit allem.   Darin sind wir mit jedem und allem verbunden.  Und so ist es klar, dass der Friede, den wir selber in uns berühren dürfen, zu leuchten beginnt.  Nicht, weil wir das wollen, sondern von selbst. Denn das ist ein Friede, den man garnicht für sich allein haben kann. Und setzt man ihn so fest, ist er weg. Es ist seine Natur, allen zu gehören. Dieser Friede ist daher mehr als Seelenfrieden und Seelentrost.  Er ist Licht für die Welt.  Wenn er uns findet, beginnen wir zu strahlen, zu leuchten, da zu sein für den Frieden, - ganz unweigerlich.


  

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Mein schönstes Gedicht

Ich schrieb es nicht

Aus tiefsten Tiefen stieg es.

Ich schwieg es.

 

Hilde Domin

 

 

 

 

 

 

 

Ich suche nicht, ich finde.

Suchen, das ist das Ausgehen von Beständen,

und das Findenwollen von bereits Bekanntem.

Finden, das ist etwas völlig Neues.

 

Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen,

die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht selbst das Ziel bestimmen.


Pablo Picasso

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Edith Stein - Raum der Stille

 

 

 

 

 

 

 

 

 FRIEDEN BRAUCHT UNS

 

 

 

 

 

Unsere Übungstreffen

 

 

Wir schließen alle Übungstreffen in Gruppe mit dem "Schalom" ab und widmen unser Sitzen den Menschen, die als Opfer unter Gewalt und Krieg leiden oder dies als Täter  befördern.

 

 

 

Weltfriedenslicht.com

Tauben rund um die Welt

 

 

Wir unterstützten das Projekt von Petra Zak, die lange mit uns geübt hat und nun in den USA lebt.  "Weltfriedenslicht" heißt es, und sein Fortgang ist unter weltfriedenslicht.com zu verfolgen. Es hat zum Ziel , rund um die Welt selbst gefer-tigte Friedenstauben aufzu-stellen und Menschen zu bewegen, jeden Sonntag-abend für den Frieden inne zu halten und ein Licht anzuzünden.

 

 

 

Sterben für den Frieden

Edith Stein in Ausschwitz

 

 

Einer unserer Räume ist Edith Stein gewidmet, deren Geburtstag sich 2016 zum 125. Mal jährt. Sie hat ihrem Sterben einen Sinn vermacht und ihren Tod in der Gaskammer von Auschwitz-Birkenau u.a. dem Frieden gewidmet.

Diesem Anliegen schießen wir uns mit unserem Meditieren an. Ihr Vermächtnis tragen wir weiter und bleiben ihr  verbunden.

 

 

Friedensorientierung 

Hugo Enomya Makibi Lassalle, SJ

 

Die Via Integralis, der wir mit unserem ZEntrum zugehörig sind, sieht sich dem Friedens-anliegen  von Pater Lassalle verpflichtet. Es war seine Hoffnung, dass Zazen und gegenstandlose Meditation wichtige Tools für ein neues integrales Bewusstsein darstellen, welches der Entzweiung im polaren Denken den durch Üben gewonnenen Frieden des eigenen Herzens entgegenhält und so sozial und politisch wirksam wird.

 

 

Friedensgebete des ZENtrums

 

Unser Friedensgebet hat Tradition.  2015 haben wir damit begonnen, regelmäßig etwa 1x im Monat drei Stunden gemeinsam für den Frieden zu meditieren.

 

 

Dasein für Frieden

 

Daraus wurde das Jahresprojekt 2017 zu Nikolaus von Flüe geboren.

Nikolaus verkörpert in hohem Maße die Botschaft, dass Weg nach innen und Weg nach außen ein und derselbe Weg sind. Aus der Stille des Eremiten wachsen wirkkräftige Friedensimpulse für die Globalität.  

 

 

Frieden für Jerusalem

 

Der kleine Schriftzug  aus Olivenholz "Jerusalem" an unserem Übungsraum erinnert an unsere Verbundenheit mit dem Projekt Jerusalem - Lernstätte des Friedens für die Menschheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 


 

TERMINKALENDER

 

Dezember


49. Jahreswoche


 

03. Adventsexerzitien

04. Adventsexerzitien

05. Adventsexerzitien

06. Adventsexerzitien

07. Adventsexerzitien

 

Neu!

08. IN MEMORIAM

      Bernard Glassman

        + 04.11.2018

        Tag des Gedenkens

        10 Uhr

 


50. Jahreswoche

 

Sunset - Meditation adbentlich
 

10. Sunset-Meditstion 18 h

11. Sunset-Meditation, 18 h

12. Sunset-Meditation, 18 h

13. Sunset-Meditation, 18 h

14. Sunset-Meditation, 18 h

 

14. Wachsein für Frieden

       Meditieren in die Nacht

       zum Gedenktag des

       Johannes vom Kreuz

 


 


51. Jahreswoche

 

Sunset Meditation adventlich


 

17. Sunset-Meditation, 18 h

18. Sunset-Meditation, 18 h

19. Sunset-Meditation, 18 h

20. Sunset-Meditation, 18 h

21. Sunset-Meditation, 18 h